Mitmach-Theater „Anne Tore – sind wir stark“ zu Gast in Isenstedt
Isenstedt. – Am Samstag, den 22. November 2025, fand in der Aula der Grundschule Isenstedt eine besondere Veranstaltung des SC Isenstedt statt. Der Verein hatte das präventive Mitmach-Theaterstück „Anne Tore – sind wir stark“ eingeladen, das sich an Kinder im Alter von 8 bis 11 Jahren richtet und den Umgang mit interpersonaler Gewalt im Sport thematisiert. Viele Kinder nahmen gemeinsam mit ihren Eltern teil, außerdem waren Übungsleiterinnen und Übungsleiter der Jugendabteilung des Vereins anwesend.
Eröffnet wurde die Veranstaltung vom 1. Vorsitzenden Thorsten Halwe, sowie von Bürgermeister Henning Vieker, der das Engagement des Vereins würdigte und die Bedeutung des Kinderschutzes für die gesamte Gemeinde hervorhob.
Das anschließende Theaterstück setzte auf Bewegung, Musik und direkte Beteiligung: Mit Geschichten, Tanz und Mitmach-Songs wurden die Kinder zu aktiven Mitgestaltenden des Geschehens. Spielerisch lernten sie, eigene Grenzen wahrzunehmen, „Nein“ sagen zu dürfen und sich bei Bedarf Hilfe zu holen. Dadurch konnten auch sensible Themen wie sexueller Missbrauch kindgerecht angesprochen werden – ohne Angst, sondern mutmachend und klar.
Nach der Aufführung wurden die Kinder in Workshops aufgeteilt, um das Erlebte zu vertiefen und über Handlungsmöglichkeiten zu sprechen. Parallel dazu erhielten die Eltern fachliche Informationen von Sozialpädagoge Sascha Thiessen, Freiberufler im Konflikt- und Gewaltmanagement, sowieKriminalpolizistin Birgit Thinnes. Sie gaben Einblicke in Formen von Gewalt, erklärten, wie Prävention im Alltag funktionieren kann, und zeigten Wege auf, wie Kinder unterstützt werden können. Kernbotschaften waren unteranderem: Kinder durch Wissen, Offenheit und Aufmerksamkeit schützen.
Deutlich wurde an diesem Tag, dass der Sport eine besondere Verantwortung trägt. Viele Kinder und Jugendliche verbringen einen großen Teil ihrer Freizeit in Sportvereinen – auf Plätzen, in Hallen, in Trainingsgruppen. Damit entsteht eine klare Aufgabe: ein Umfeld zu bieten, in dem sich alle sicher fühlen und in der Gewalt keinen Raum hat. Der SC Isenstedt macht sich daher auf den Weg, ein Schutzkonzept zu entwickeln, das Risiken früh erkennt, klare Strukturen schafft und allen Beteiligten Orientierung bietet. Transparenz, Achtsamkeit und ein offener Umgang mit dem Thema sollen dabei Leitlinien sein.
Im Mittelpunkt steht das Ziel, dass besonders die jüngsten Mitglieder unbeschwert und sicher Sport treiben können. Dazu gehören klare Regeln im Umgang miteinander, sensibilisierte Übungsleitungen, verlässliche Beschwerdewege und Ansprechpersonen im Verein. Werte wie Respekt, Fairness, Gemeinschaft und Verantwortung sollen nicht nur auf dem Spielfeld gelten, sondern das gesamte Miteinander prägen. Kinder ernst zu nehmen, sie zu stärken und ihnen Schutz zu bieten – das bildet die Grundlage dafür, dass sie mutig wachsen und mit Freude Sport erleben können.
Gefördert wurde der Tag im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Zum Abschluss freute sich der SC Isenstedt über die große Beteiligung und bedankte sich bei allen Unterstützenden und Mitwirkenden. Mit dieser Veranstaltung hat der Verein einen wichtigen ersten Schritt getan – hin zu mehr Aufklärung, Prävention und einem sicheren Sportort für Kinder und Jugendliche.





