Wir sehen die „Lückemeiers“ von li. Nach rechts: Melina (15 Jahre), Anja (15+15 Jahre), Ex Ortsvorsteher

Willi und die gute Seele des Hauses Margret (je 40 Jahre Mitglied des ISC und mind. genauso lange

Köchin im Vereinslokal Kaiser Dorfkrug)

Zum Stand insbesondere des Fußballs im ISC habe ich mich bei der JHV erschrocken, fand aber weder in

der normalen Presse eine Aussage dazu noch auf der HP! Ich meine aber, da kann man nicht einfach so

zur Tagesordnung übergehen. War früher die Jugend das Aushängeschild, so sind heute eher die

Senioren!

Fußball und Corona: Die Fußballer würden lieber die Kreisligen im Juni zu Ende spielen, als dass es eine

Entscheidung über Auf- u. Abstieg am grünen Tisch gibt. Der Fußballkreis ist allerdings abhängig von den

oberen Ligen mit ihren Vertragsamateurteams, für die eine Menge mehr auf dem Spiel steht. Ohne

Zuschauer führt das finanziell bei vielen dieser Clubs ins Desaster. Die Regelungen geschehen von oben

nach unten, so dass wir hier am Ende der Entscheidungslinie stehen. Der Verband steht mit seinen

Kreisvertretern bzw. der ständigen Konferenz jede Woche in einer Videokonferenz im Austausch, denn

es soll mit einer Zunge gesprochen werden.

So werden u. wurden im Verband schon so ziemlich alle Szenarien durchgespielt - aber wie es laufen

wird ist momentan rein spekulativ. Daher gibt es dazu auch aktuell keine Infos, ob zu Ende gespielt wird

mit Mehrfachbelastung, Playoffs oder ein Abbruch der Serie kommt. Alles ist abhängig von den Corona-

Zahlen und wie und wann gelockert wird. Im April werden wir sicher noch keinen Ball rollen sehen.

Starten wird vielleicht die Bundesliga mit Geisterspielen – auch eine willkommene Abwechslung gegen

„Lagerkoller“ (u. häusliche Gewalt…).

ISC-Senioren: Wir haben eine gute Hinserie mit Platz 5/6 gespielt und der Kader ist noch größer

geworden. Mit 2 Winter-Zugängen und der Wiederkehr von Verletzten sind die Voraussetzungen für eine

gute Rückrunde gegeben. Und nun kam Corona. Wichtig ist auch, dass alle Trainerfragen über den

Sommer hinaus geklärt sind (s. auch letzten Bericht), so dass wir mit der Aufstellung im Seniorenbereich

wirklich zufrieden sein können – gute Arbeit wurde hier geleistet! Leider bekommen wir im Sommer mit

Luis Hagemann nur 1 A-Jugendspieler für die Senioren heraus. Dazu ist es aktuell schwierig junge Talente

(u.a. Ex-Jugendspieler von uns) zur Rückkehr zu bewegen. Es gibt immer noch zuviel Vereine in der

Nachbarschaft, die mit dem Koffer unterwegs sind. Daher ist die Jugendarbeit eminent wichtig.

ISC-Junioren:

Und nun kommen wir zur Basis-Jugendarbeit, die lange immer das Aushängeschild des ISC war . Die

Weichen für den oberen Bereich wurde mit den Kooperationen schon vor 26 Jahren rechtzeitig gestellt

  1. immer wieder neu justiert u. angepasst. Ziel war es aber, den unteren Bereich bis zur E-Jugend alleine

zu stemmen, damit wir in etwa die Hälfte der Spieler dauerhaft stellen – als Gerüst f.d. Senioren.

Das Ziel wird gerade überhaupt nicht erreicht und das ist meine größte Sorge – der Bereich G-E-Junioren!

Wenn hier nicht aufgepasst wird, dann fehlt ein ganzer Block in der Zukunft. Und das was ich auf der JHV

gehört habe im Bericht der Jugendabteilung, ist für mich niederschmetternd. Bisher waren nur

Kooperationen von der A- zur D-Jugend notwendig, nun wurde diese SG mit dem VFB auf die E-Jugend

erweitert, weil wir bei den 9-10jährigen nur 6 Spieler (!) gemeldet haben. Der VFB hat fast 3x soviele EJugend-

Kicker wie wir – da passt was nicht. Der Kindergarten in Isenstedt kann niemanden mehr

aufnehmen und die Grundschulanmeldungen liegen pro Jahrgang regelmäßig aktuell bei mehr als 20

Kinder (2020: 23). Ich vermisse hier Aktionen, so wie es früher gemacht wurde. Schnupperkurse sind gut,

aber reichen heute nicht aus. Wir haben aus Jugendcamps ganze Mannschaften aufgebaut (C-Mädchen).

Fußballabzeichen, Fußballschulen (Werder Bremen) oder eine Mini-WM gespielt, um nur einige

Highlights zu nennen. Natürlich kommt dann sofort, wir haben zu wenig „Ehrenamtliche“ – aber das

glaube ich nicht, vor allem haben wir m.E. keine Systematik, keinen Plan. Wenn wir das jetzt nicht

„brutal“ erkennen und handeln, sehe ich schwarz für die Zukunft.

Turnen war mal eine Vorzeigesparte, beim Badminton waren mal 100 Mitglieder im ISC organisiert,

Volleyball der Frauen ist lange her, im Mädchenfußball haben wir kein Team mehr gemeldet – es ist

schon 5 nach 12. Man sollte schleunigst versuchen, den Zeiger zurückzudrehen, ansonsten geht auch

dem Männerfußball der Nachwuchs aus. Kein Wunder, dass die Mitgliederzahlen nicht steigen.

In Varl machen Sie einen 5 Jahresplan. Sie haben persönlich die Leute dazu eingeladen und mehr als 100

interessierte Mitglieder sind gekommen, um diesen Plan mit aufzustellen. Das sind mehr als bei uns zu

JHV kommen und United Varl lebt und mit dem DART-CHAMPIONS-CUP haben sie wieder ein Mega-

Event gehabt. Wir Fußballer und als Vordenker der Vorstand sind gefordert, sich hier zusammenzusetzen

und die coronafreie Zeit zu nutzen. Video- oder Skype-Konferenzen könnten jetzt auch laufen – nicht

weiter warten u. auf Corona schieben. Varl hat eine Klasse Identität „Mitglieder/Verein“ und wir?

Zum Abschluss noch was Positives: Die A-Jugend kann noch Meister werden, obwohl es im Winter ein

suboptimales Trainer-Ende gab und zudem sich noch Spieler mit abgemeldet haben. Da fragt man sich

auch manchmal, was sich nicht nur Spieler in dem Alter dabei denken, sondern auch welche „vorbildliche

Rolle“ hier manch Elternteil ausfüllt. Der Vorteil ist, die eigenen Jungs kommen mehr zum Einsatz und es

ist ein verschworener Haufen. Diese Truppe mit dem Interimstrainer Florian Viermann haben jegliche

Unterstützung verdient, wenn es wieder los geht.

   
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