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In einem Leserbrief nimmt der Vorstand nun Stellung zu der Stellungnahme des Espelkamper FDP.

Es ist schön zu sehen wie sich nach und nach alle im Rat der Stadt Espelkamp vertretenen Fraktionen des Themas „Schulstandorte“ annehmen. Ebenso ist es anerkennenswert, dass die FDP die vorhandenen Sportstätten erhalten will.

 

Weniger schön ist es, mit ansehen zu müssen wie wenig informiert einige Mitglieder der Fraktionen zu sein scheinen. Immer wieder bezieht man sich auf ein Gutachten, welches, nachgewiesenermaßen, in wesentlichen Dingen offensichtlich nicht auf dem neusten Stand zu sein scheint.

Ausgehend von diesen vermutlich veralteten Zahlen, stellt nun die FDP in den Raum auf der Südschiene zunächst zwei Schulstandorte erhalten zu wollen. Das mag zwar auf Grund der in Frage zu stellenden Zahlen aus dem „Garbe Gutachten“ richtig sein, kann aber zu Auswirkungen führen, die dem Ziel, alle Sportstätten erhalten zu wollen, entgegensteht.

Nehmen wir mal an die Grundschule in Isenstedt wäre die, die geschlossen wird. Die Schüler aus Isenstedt würden dann auf die Grundschule in Frotheim und Benkhausen verteilt. (Nur mal nebenbei erwähnt, würde das vermutlich bei den zu erwartenden Schülerzahlen bedeuten, dass sowohl einige Fabbenstedter als auch einige Frotheimer Schüler in Espelkamp eingeschult werden müssten). Es werden sich vermutlich neue Freundschaften bilden, auch mit Klassenkameraden aus anderen Dörfern. Nun möchten die Kinder auch gerne gemeinsam mit ihren neuen Freunden Sport treiben. Das sollen sie auch, denn der Vereinssport soll ja gerade solche Verbindungen fördern und stärken. Nur das die Stätte ihres Wirkens aus naheliegenden logistischen Gründen dann voraussichtlich beim VfB Fabbenstedt oder beim VfL Frotheim sein wird, würde den Isenstedter Sport Club in existenzielle Not bringen.

Das würde bedeuten, dass die ohnehin schon immer knapper werdenden Ressourcen an jungen Menschen die sich einem Sportverein anschließen, speziell im ISC noch weniger werden. Damit steht letztlich auch die weitere Existenz des Vereins auf dem Spiel. Wenn es dann in Isenstedt keinen Sportverein mehr gibt, wer soll dann die Sportstätten nutzen und vor allem auch pflegen?

Ein Kreislauf, der Ihren Zielen nicht gerade förderlich zu sein scheint.

Jörg Holzmeier

Vorsitzender
Isenstedter Sport Club